Die Nuklearmedizin lässt sich in die Gebiete der Diagnostik und der Therapie unterteilen. Zur Diagnostik werden radioaktive Stoffe zur Untersuchung und bildlichen Darstellung von Organen sowie des Skeletts verwendet. Hierbei wird dem Patienten ein radioaktiver Tracer injiziert, dessen Strahlung exakt messbar ist. Somit wird eine detaillierte bildliche und funktionelle Darstellung des jeweiligen Organs möglich.
Beispiele für den Einsatz der Nuklearmedizin im Rahmen der Diagnostik sind:
Die nuklearmedizinische Therapie setzt so genannte Radiopharmaka mit Alphastrahlung oder, im Regelfall, Betastrahlung ein. Diese Strahlungsarten zeichnen sich dadurch aus, dass ihre so genannte Durchdringungstiefe sehr gering ist. Bei Betastrahlung beträgt sie nur wenige Millimeter, bei Alphastrahlung sogar nur ein paar µm. Verdeutlicht man sich nun, dass 1000µm einen Millimeter ergeben, wird klar wie gering die Durchdringungstiefe der Alphastrahlung ist. Dadurch entfalten die Radiopharmaka ihre Wirkung ausschließlich an der Stelle im Körper, an der ihre Anlagerung stattfindet.
Um als Facharzt für Nuklearmedizin anerkannt zu werden, muss ein Arzt vor der entsprechenden Prüfung eine fünfjährige Weiterbildung absolvieren. Dabei ist eine bestimmte Mindestzahl von Untersuchungen und Therapien vorgeschrieben. So können Sie sicher sein, dass Fachärzte für Nuklearmedizin über eine große theoretische und praktische Erfahrung verfügen.
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