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Branchenbeschreibung: Matratzen

Matratze


Die Matratze ist die wichtigste Komponente eines Bettes. Denn ohne dieses „Polster“ wäre ein Bett wertlos. In der Regel wird sie mit einem Bettgestell und/oder Lattenrost kombiniert, so dass man von einem Bett sprechen kann. Oftmals werden Matratzen aber auch einfach ohne Bettgestell oder Lattenrost auf dem Boden des Schlafzimmers gelegt und auch dann wird dies als „Bett“ bezeichnet.


Matratzen werden in vielen verschiedenen Arten und Größen angeboten. Die gängigste Größe für das Einzelbett ist 90 x 200 cm. Darüber hinaus gibt es noch Matratzen für Kinderbetten in mehreren verschiedenen Größen, für Französische Betten 140 x 200 cm und für Ehebetten 180 x 200 cm. Bei den Ehebetten gibt es entweder die Möglichkeit eine Matratze mit der Gesamtbreite von 180 cm oder zwei separate Matratzen nebeneinander mit einer Breite von je 90 cm zu verwenden.


Tipps zum Matratzenkauf


Generell sollte man bedenken, dass man im Bett fast die Hälfte seines Lebens verbringt und somit Qualität, Komfort und Sicherheit eine große Rolle spielen sollten. Zudem ist es wichtig beim Kauf einer Matratze auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers zu achten. Besonderes bei Rücken- oder Nackenleiden sollte eine Beratung durch einen Fachhändler erfolgen. Nicht umsonst gibt es mittlerweile viele, verschiedene Matratzenarten in unterschiedlichen Härtegraden, die wir im Folgenden beschreiben:


Matratzenarten


Kindermatratzen
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Beim Kauf einer Kindermatratze sollte man auf jeden Fall in eine gute Matratze investieren. Da Kinder oft in Bauchlage schlafen, müssen Kindermatratzen besonders luftdurchlässig sein und das ausgeatmete CO2 sowie die entstehende Wärme absorbieren. Des Weiteren ist ein integrierter Nässeschutz, für den Fall, dass mal was „daneben geht“, empfehlenswert. Generell eignen sich natürliche Rosshaar-Matratzen, Kaltschaum- oder Latexmatratzen sehr gut. Von Kokosfasern wird eher abgeraten, da die Belüftung unzureichend ist und Allergien auftreten können.


Viscoelastische Matratzen
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Visco-elastischer Schaumstoff ist ein offenzelliger High-Tech Schaumstoff, der ursprünglich von der NASA für das Raumfahrtprogramm entwickelt wurde. Der Stoff passt sich quasi wie weiche Knetmasse der Körperform an, ist dauerelastisch und bietet bei geringer und starker Gewichtsbelastung eine optimale Druckentlastung. Oftmals werden auch Nackenstützkissen aus diesem Schaumstoff angeboten, da somit der Nackenbereich beim Schlafen optimal gestützt wird. Bei diesen Matratzen ist das Raumgewicht (RG) ein direkter Indikator für die Qualität (Feinporigkeit, Punktelastizität, Langlebigkeit). Beim Kauf einer Matratze sollte man also unbedingt auf diesen Wert achten. Der Wert einer akzeptablen Matratze sollte mind. bei RG40 liegen.


Kaltschaumatratzen:


Kaltschaum
ist das leichteste und langlebigste Material, aus dem Matratzen gefertigt werden können. Der Grundstoff für die Kaltschaummatratze ist synthetischer Polyurethan, der heute ohne FCKW hergestellt wird. Bei der Herstellung der Matratze wird kalte Luft zum Aufschäumen des Materials verwendet. Durch das Aufschäumen entstehen Poren in verschiedenen Größen, so dass die Matratze ein druckentlastendes Liegegefühl verleiht. Da der Kern der Matratze sehr offenporig ist, ist für eine gute Luftzirkulation gesorgt und Körperschweiß setzt nicht im Kern ab. Auch für Allergiker ist diese Matratze sehr gut geeignet. Beim Kauf einer Kaltschaummatratze sollte unbedingt auf den Härtegrad, der sich auf das eigene Körpergewicht bezieht, geachtet werden. In der Regel gibt es beim Händler Tabellen, wo Sie sehen können, welche Matratze für Ihr Gewicht empfehlenswert ist. Wie auch bei den Viscoelastische Matratzen ist auch hier der RG-Wert (Raumgewicht) ausschlaggebend für die Qualität. Dieser sollte mind. einen Wert von 40 haben.


Latexmatratzen:


Latexmatratzen
bestehen aus einer Mischung von Naturlatex (Naturgummi) und Syntheselatex. Je höher der Anteil von Naturlatex, desto höher wird die Qualität der Matratze eingestuft, da die Elastizität von Naturlatex wesentlich länger hält als die von Syntheselatex. Der Rohstoff für Naturlatex stammt vom tropischen Gummi- oder Kautschukbaum „Hevea brasiliensis“, der hauptsächlich in Südost-Asien zu finden ist. In der Rindes des bis zu 20m hohen Stammes befinden sich Milchröhrchen, aus denen der Kautschuksaft entnommen wird. Diese Latexmilch wird zu Schaum geschlagen, in eine Form gegossen und anschließend bei hoher Temperatur vulkanisiert. Hier werden absichtlich Hohlräume geschaffen, die sich auf den jeweiligen Härtegrad der Matratze auswirken und auch für die Regulation der Temperatur und des Feuchtigkeitshaushaltes sorgen.. Je nach Aufbau sind Latexmatratzen weich bis mittelfest.. Die hervorragende Punktelastizität von Naturlatex sorgt dafür, dass jede Stelle des Körpers eine ideale Unterstützung hat. So nimmt man die hohe Stützkraft nicht als „Härte“ wahr, sondern eher als anschmiegsamen Gegendruck. Leider weist die Latexmatratze auch eine Nachteile auf: Naturlatex ist lichtempfindlich und kann daher schneller altern; die Matratze sollte gut mit Hüllenstoffen abgedeckt sein. Zudem ist Latex wasserabweisend und kann daher keine Flüssigkeiten aufnehmen, so dass Körperschweiß nur über die luftdurchlässigen Gänge verdunsten kann.


Federkernmatratzen:


Der Kern einer Federkernmatratze besteht aus mehreren Metallfedern, der von Polstermaterialien wie Baumwolle oder Schaumstoff umgeben ist. Federkernmatratzen geben im vergleich zu anderen Matratzenarten wie zum Beispiel Latexmatratzen oder Taschenfederkernmatratzen eher großflächig und nicht punktuell nach. Es gibt drei verschiedene Arten von Federkernmatratzen:


Bonell-Federkern-Matratze:


Sie besteht aus einem System von Federkernen, die nur oben und unten an einem Gitter befestigt sind und über eine Spirale miteinander verbunden sind. Dieses Modell ist am preiswertesten.


Endlosfederkernmatratze:


Sie besteht aus miteinander verflochtenen Einzelfedern und endlos aneinander gereihten Federkörpern.


Taschenfederkernmatratze
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Hier ist jede Feder in eine Tasche, die unbefestigt im Kern der Matratze sitzt, eingenäht. Diese Taschen sind untereinander so verbunden, dass nur jeweils die belasteten Federn nachgeben. Diese Matratze ist unter den Federkernmatratzen das teuerste Modell, sorgt jedoch für eine geringe Oberflächenspannung und eine hohe Punktelastizität.