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Ergotherapie Infos

Ergotherapie in Köln

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld des Ergotherapeuten in Köln ist die Beratung und Behandlung von Menschen, die durch psychische oder körperliche Erkrankungen im Alltag beeinträchtigt sind, vor allem was ihre Selbstständigkeit betrifft. Um ihren Patienten zu helfen, müssen Ergotherapeuten individuelle Therapiepläne für ihre Patienten erstellen. Maßgeblich sind Konzepte, die in den Bereichen Freizeit, Produktivität und Selbstversorgung zu einer Aktivierung und Stabilisierung führen. Im Rahmen einer Bewegungstherapie werden grundlegende Fertigkeiten trainiert oder verbessert, wie zum Beispiel Einkaufen, Schreiben, Ankleiden, Essen und Waschen. Auch der Umgang mit Prothesen und anderen Hilfsmitteln muss trainiert werden. Für eine ganzheitliche Behandlung werden in der Regel auch Angehörige und andere Ärzte und Ärztinnen einbezogen.

Einsatzgebiete des Ergotherapeuten

In der Neurologie werden Ergotherapeuten bei Schädigungen des Nervensystems eingesetzt, zum Beispiel bei Querschnittsgelähmten und Schlaganfallpatienten. Hier werden die Patienten besonders in ihren sensomotorischen Fähigkeiten trainiert, auch um ihre Körperwahrnehmung wieder herzustellen. Dagegen ist bei psychisch erkrankten Personen vor allem die Fremd- und Selbstwahrnehmung gestört, beispielsweise bei Suchtkranken. Ergotherapeuten sind imstande, diese Störungen zu beheben und zusätzlich die sozialen Kompetenzen der Patienten zu verbessern. In der Geriatrie werden Ergotherapeuten eingesetzt, um die motorische Handlungsfähigkeit, vor allem bei älteren Personen, zu verbessern. Um deren körperlichen, geistigen und seelischen Beeinträchtigungen zu beheben, fördern Ergotherapeuten beispielsweise die Teilnahme an sozialen Aktivitäten, regen die Patienten zu mehr Bewegung an oder zu bestimmten Spielen, die das Gedächtnis verbessern. In der Pädiatrie kümmern sich Ergotherapeuten um Kinder, die seelische, geistige oder körperliche Entwicklungsdefizite aufweisen. Einsatzgebiete ergeben sich beispielsweise in der Behandlung von ADHS und ADS. Weitere Einsatzbereiche für Ergotherapeuten sind die Gesundheitsförderung und die Arbeitstherapie. An Arbeitsplätzen analysieren die Fachkräfte die Arbeitsbedingungen und machen auf mögliche Stressfaktoren aufmerksam. Arbeitsunfähige oder Menschen, die lange krank waren, erhalten von Ergotherapeuten Hilfe zur Wiedereingliederung, in dem zum Beispiel motorische Fähigkeiten, Zeitmanagement, Konzentration und Ausdauer trainiert werden. Einsatzgebiete für Ergotherapeuten ergeben sich auch in der Traumatologie, Rheumatologie und Orthopädie. Im Rahmen einer Bewegungstherapie helfen sie Menschen, die degenerative oder traumatische Störungen, Lähmungen und Amputationen aufweisen. Zusätzlich unterstützen sie ihre Patienten dabei, die Alltagsumgebung an ihre gesundheitliche Situation anzupassen. Neben den medizinischen Bereichen können Ergotherapeuten auch in der Verwaltung und Organisation tätig sein. Bevorzugte Arbeitsgebiete sind hier das Case-Management, die Dokumentation von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, die Leitung einer ergotherapeutischen Abteilung und die Unterrichtung in Schulen für Ergotherapie.

Die Arbeitsumgebung des Ergotherapeuten

Ergotherapeuten arbeiten hauptsächlich im Gesundheits- und Sozialwesen, zum Beispiel in Krankenhäusern, Fachkliniken und Rehabilitationskliniken. Im Sozialwesen sind sie in Altenheimen, Werkstätten, Erholungs- und Ferienheimen, in stationären Einrichtungen, in Pflegeheimen und Tagesheimen für Senioren tätig. Tätigkeitsbereiche ergeben sich auch in Kindergärten, in Einrichtungen für Kinderbetreuung und in Schulen und Förderzentren. Darüber hinaus sind Ergotherapeuten auf selbstständiger Basis tätig, zum Beispiel in einer Praxis für Ergotherapie.

Die Ausbildung zum Ergotherapeuten

Für Menschen ohne Hochschulabschluss kann der Berufsabschluss zum Ergotherapeuten über eine schulische Ausbildung erfolgen. Alternativ können Interessierte mit Abitur einen Bachelorabschluss in dem Fach Ergotherapie an einer Hochschule erwerben. Ergotherapeuten können nach Abschluss der Ausbildung auch als Arbeits- oder Beschäftigungstherapeuten arbeiten. Später besteht die Möglichkeit sich zu spezialisieren, zum Beispiel als Fachassistent für Hirnleistungstraining oder als Spieltherapeut tätig zu werden. Darüber hinaus wird im Rahmen einer Weiterbildung eine Reihe von Qualifizierungslehrgängen angeboten, zum Beispiel in Physiotherapie, Behindertensport oder Heilpädagogik. Interessant ist auch die Existenzgründung, zum Beispiel durch Übernahme oder Gründung einer Praxis für Ergotherapie in Köln. Für eine Ausbildung zum Ergotherapeuten sind handwerkliches und pädagogisches Geschick notwendig, außerdem ein Interesse an sozial-beratenden und praktisch-konkreten Tätigkeiten. Weitere wichtige Voraussetzungen sind eine gewisse psychische Stabilität, Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Geduld sowie Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen. Ergotherapeuten sollten außerdem über eine gute Selbstkontrolle verfügen, kontaktbereit, aber auch verschwiegen sein.

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