Das Dach eines Hauses zu decken ist ein uralter handwerklicher Beruf. Bei der Vielfalt von Dachformen und der Unterschiedlichkeit der Materialien kann man das Dachdecken fast als eine Kunst bezeichnen. Außerdem verfügt der Dachdecker über ein umfassendes Fachwissen, da jeder einzelne Werkstoff nach besonderen Regeln verarbeitet wird. Der Dachdecker führt eine Vielzahl von Arbeiten am Haus aus – angefangen vom Fundament bis zum Dach. In der Regel hält ein gedecktes Dach 50 Jahre.
Reparaturen von Sturmschäden
Einbau von Dach- und Wohnraumfenstern
Wärmedämmung
Balkon- und Terrassenabdichtungen
Einbau von Entlüftung
Einbau von Gauben in allen Formen
Balkonverkleidungen
Einbau von Schneefang- und Laufanlagen
Schornsteinerneuerung- und Verkleidung
Hier haben wir einige Arbeitstechniken erläutert:
Dachtechnik
In diesem Arbeitsbereich verrichtet der Dachdecker seine Arbeit, indem er
Dach- und Wandflächen mit Schiefer*,
Schindeln**, Dachplatten,
Pappdocken***, Dachziegeln
oder Dachsteinen eindeckt. Zur Dachtechnik gehört auch die
Installation von Solarzellen und
Dachfenstern, sowie das errichten von Blitzableitern und aufbereiten von
bepflanzten Dächern.
* Schiefer (dunkler Tonschiefer)
wird zur Abdeckung der Dächer und Fassaden benötigt und schützt somit vor
Witterungseinflüssen.
**Schindeln sind ursprünglich aus
Holz: Diese Dachverkleidung wird unter Weichdächer aufgezählt. Wenn die Schindeln aus den Materialien
Aluminium, Bitumen, Granit, Faserzement, Kupfer, Schiefer oder Ton gemacht
werden, zählen diese unter der Kategorie der Dachziegel/Dachstein und
werden Hartdächer genannt.
***Pappdocken auch Pappstreifen
genannt, werden heutzutage kaum noch genutzt, da sie die Lüftung des
Dachbaus verhindern und dieses zu Schäden der Dachziegeln/-steinen führen
könnte. Damit die Pappdocken
schmiegsam zu halten waren, musste Bitum oder Lösemittel verwendet werden,
dass würde bei der heutigen Anwendung gegen die Brandschutzvorschriften
verstoßen.
Wandtechnik
Zur Energieeinsparung verwendet
der Dachdecker die Wärmedämmung
an Dach- und Außenwand, somit wird ein Wärmeverlust
verringert. Das Bekleiden von Außenwänden mit verschiedenen Materialien,
besonders mit Schiefer, gehört zur Wandtechnik dazu.
Abdichtungstechnik
Der Dachdecker dichtet Dach-,
Wand- und Bodenflächen ab. Zum Ablaufen des Oberflächenwassers baut der Dachdecker eine Vorrichtung zur
Ableitung (sog. Abfluss) ein. Eine Dachabdichtung erstellt der Dachdecker
mit Bitumen-*, Kunststoffbahnen** und Flüssigkunststoff***.
*Bitumenbahnen enthalten ein aus Erdöl gewonnenes Gemisch. Die
Bitumenbahnen werden zur Abdichtung eines Daches verwendet. Bei ständiger
Witterung sollte auf die Entwicklung der Bitumenbahnen geachtet werden, da
sie spröde und rissig werden können. Besonders Wasser beschleunigt den
biologischen und chemischen Abbau des Bitumens.
**Kunststoffbahnen sind meistens als Laufbahn in der Leichtathletik zu
finden. Die Kunststoffbahnen sind aus einem Materialgemisch, das eine
elastische, fest mit dem Untergrund verbundene Schicht bildet.
***Flüssigkunststoff führt zu einer elastischen und nahtlosen Oberfläche.
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